Wenn Symptome immer wieder kommen - brauchst du keine weiteren Tools

Shownotes

Egal, um was es bei dir geht - Angststörungen, Panikattacken, Verdauungsbeschwerden, Verspannungen und Schmerzen, chronische Erschöpfung, Schlafstörungen oder entzündliche Autoimmunerkrankungen. Das Wichtige bei jeder Dysbalance im Leben ist, der Ursache auf den Grund zu gehen, die die Symptome auslöst und die Botschaft zu hören, die unser Körper uns mitteilen möchte.

Manchmal braucht es dafür nicht die nächste Atemtechnik oder das tausendste somatische Tool. Sondern die Sicherheit und die Klarheit, um der Wurzel der Krankheit auf den Grund zu gehen und an ihr zu arbeiten.

In dieser Podcast Folge teile ich mit dir Beispiele aus meiner Arbeit als Atem Coach und gebe dir Tipps, inwiefern dich Atemübungen und somatische Tools unterstützen können und ab wann du sie nicht mehr brauchst.

Mehr zu mir und meiner Arbeit als Atem Coach findest du auf meiner Website:

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Transkript anzeigen

00:00:05: Hallo und herzlich willkommen in meinem Podcast.

00:00:07: Das ist so schön, dass du heute hier bist und dich irgendetwas oder irgendjemand hierher gebracht hat.

00:00:15: Die heutige Folge ist so wichtig, deswegen freue ich mich ganz besonders, dass meine Stimme dich genau in diesem Moment erreicht.

00:00:26: Und heute möchte ich mit dir teilen, Wann Atemübungen und somatische Tools dich nicht mehr weiterbringen auf deiner Heilungsreise oder deinem Weg der persönlichen Transformation?

00:00:39: Und jetzt wirst du vielleicht im ersten Moment überrascht sein, weil du, wenn du schon länger in meinem Space unterwegs bist, bereits etliche Tools durch mich kennengelernt hast.

00:00:48: Und bisher immer dachtest, dass ich ein riesen Fan von Atemübungen und somatischen Tools bin, wenn es um Heilung und Transformation geht.

00:00:58: Und damit liegst du vollkommen richtig.

00:01:00: Ich bin ein großer Fan von Atemtechniken und somatischen Tools natürlich.

00:01:06: Ich habe mich jahrelang darin aus und weiterbilden lassen.

00:01:09: Ich habe Tools und Techniken jahrelang an mir selbst erprobt und gebe dieses Wissen nun bereits seit fünf Jahren jeden Tag mit Leidenschaft und aus tiefster Überzeugung an andere Menschen weiter.

00:01:22: Und genau deswegen weiß ich einfach auch, weil ich es so oft gesehen habe auf meinem Weg, dass es viele Menschen gibt, die nach immer mehr somatischen Tools suchen und nach ständig neuen Atemtechniken suchen, die vielleicht über Jahre schon versucht haben, Symptome wegzuregulieren mit Tools, die dabei aber versäumt haben, an die Ursachen zu kommen, die der Erkrankung, der Disbalance oder den Symptomen zugrunde liegen.

00:01:56: Und genau das ist die Grenze von Tools bzw.

00:02:01: das ist die Grenze, die du erreichst, wenn du versuchst eine Erkrankung oder Symptome oder eine Disbalance, egal welcher Art, nur mit SOS Tools, mit Ja, ich sag mal, Feuerlöscher-Methoden versuchst, wegzuregulieren, wegzubekommen.

00:02:20: Und um dir das zu veranschaulichen, möchte ich ein paar Beispiele aus meiner eigenen Erfahrung, meiner Arbeit mit dir teilen.

00:02:28: Vielleicht erkennst du dich ja in einem oder mehreren dieser Beispiele selbst wieder.

00:02:33: Und die Beispiele, die ich mit dir teile, sind aus meiner persönlichen Erfahrung in der Arbeit mit Menschen.

00:02:39: Und natürlich habe ich im Vorfeld mit den betreffenden Menschen gesprochen, ob es in Ordnung ist, dass ich ihre Beispiele hier in abgespeckter Form anonymisiert teilen darf.

00:02:50: Und das erste Beispiel, das mir in den Kopf gekommen ist und dass ich teilen darf, ist eine junge Klientin von mir, die seit Jahren nun schon Probleme mit Symptomen der Nervosität hat.

00:03:02: Ihr Herz klopft zum Beispiel oft zu schnell, sie leidet regelmäßig unter Spannungskopfschmerzen und immer wieder auch unter Schwindelattacken.

00:03:12: Und für all diese Symptome hat bisher kein Arzt und sie war bei vielen Ärzten eine organische Ursache finden können.

00:03:19: Und diese Klientin hat unfassbar viel gemacht.

00:03:22: Sie hat sehr viel Geld für Nahrungsergänzungsmittel ausgegeben, für therapeutische Massagen.

00:03:29: Sie hat sich sogar drei Monate eine berufliche Auszeit in Neuseeland genommen.

00:03:33: Sie hat ihre Ernährung mehrfach umgestellt, war da wirklich auch offen, was super ist.

00:03:38: Und sie hat natürlich auch Tools und Techniken.

00:03:41: aller Art ausprobiert, die sie bei mir im Podcast und in der Zusammenarbeit kennengelernt hat.

00:03:47: Und diese Tools, wie die Atmung zum Beispiel, haben ihr sehr oft geholfen, Linderung zu finden, die Schmerzen zu stillen, den Herzrhythmus zu normalisieren und zu beruhigen.

00:03:58: Aber obwohl sie seit Jahren bereits dran ist, kommen die Symptome immer wieder und sie fragt sich, was mache ich falsch?

00:04:06: Ich mache doch so viel.

00:04:08: Und ein zentraler Aspekt in ihrem Leben ist ihr Mann, mit dem sie eine eher ungesunde Beziehung führt und ihr Partner ist leicht toxisch und auch jetzhornig von Zeit zu Zeit und sie weiß das auch.

00:04:24: Sie weiß, dass das nicht ideal ist, dennoch bleibt sie in dieser Beziehung bisher.

00:04:29: Obwohl diese Beziehung der Grund dafür sein könnte, dass die Symptome nicht weggehen, dass ihr Nervensystem Grundtonus sich bisher nicht nachhaltig verändert hat, bleibt sie in dieser Beziehung.

00:04:42: Und ihr ist bewusst, dass die Beziehung ein Faktor, ein wichtiger Faktor sein könnte, der das immer wieder aufrecht erhält, der wirklich gegen all das ankämmt, was sie sonst im Alltag so macht.

00:04:57: Und ... Wenn wir an der Regulierung unseres Nervensystems arbeiten, wollen wir langfristig natürlich an den Grundtonus herankommen.

00:05:06: Das heißt, wir brauchen natürlich auch Akutmittel sozusagen, die uns akut helfen, aber wir wollen ja eine langfristige, nachhaltige Änderung, nicht nur Feuer löschen.

00:05:17: Und um diese nachhaltige und langfristige Änderung, Heilung, Transformation zu schaffen, müssen wir uns unser Leben wirklich ganzheitlich anschauen, aus allen Perspektiven und auch alle Lebensbereiche.

00:05:29: Zusätzlich zu all den somatischen Tools und Atemübungen müssen wir an unseren Stressoren arbeiten, an denen die offensichtlich sind, aber auch an den subtilen, an dem, was uns bewusst ist und auch an dem, was uns bisher nicht so bewusst war oder ist.

00:05:45: Und in einer ungesunden Beziehung zu sein oder mit einem sehr, sehr schwierigen Menschen in Beziehung zu sein, bedeutet einfach auch, dass uns im Alltag die gesunde, nährende Korrigulation fehlt.

00:05:57: Nervensysteme kommunizieren ja miteinander.

00:06:00: Und viele, viele meiner Coaches sind sehr, sehr feinfühlig und nehmen Stimmungen und Energien anderer Menschen auf wie ein Schwamm.

00:06:08: Ich kenne das von mir selber.

00:06:11: Und ich kenne das einfach auch von so vielen meiner Coaches.

00:06:14: Und ja, ich arbeite ja auch größtenteils mit Frauen.

00:06:18: Wir werden ja eh oftmals als das eher feinfühligere Geschlecht dargestellt.

00:06:23: Und ich kann es einfach auch.

00:06:25: bestätigen zu einem großen Teil.

00:06:27: Bei vielen Frauen beobachte ich auch, dass die eigenen Bedürfnisse gerne mal den Bedürfnissen aller anderen untergeordnet werden.

00:06:34: Das ist auch eine Tendenz, die viele Menschen haben.

00:06:37: Und das kann einfach ein ganz entscheidender Faktor sein, der Symptome, Krankheit und Disbalance immer immer wieder aufrechterhält.

00:06:45: Und meiner besagten Coachy täte es gut, jetzt erstmal keine weiteren Tools zu lernen, sondern die Tools anzuwenden, die sie bereits hat, um Sicherheit und Kapazität im Nervensystem zu schaffen und um von da aus die zugrunde liegende Ursache zu identifizieren und zu beheben, damit nachhaltige und langfristige Heilung möglich wird.

00:07:08: Und in ihrem Fall wäre das vielleicht eine Paartherapie, vielleicht eine Trennung.

00:07:14: Man weiß es nicht, es gibt immer mehrere Optionen.

00:07:17: Es ist einfach super, super wichtig, uns unsere engen Beziehungen im Leben anzuschauen, denn genauso wie es Co-Regulation gibt, die uns unterstützt und nähert, gibt es auch Co-Disregulation.

00:07:28: Das heißt, Nervensysteme können sich gegenseitig auch richtig fertig machen.

00:07:33: Solange man zum Beispiel in einer ungesunden Beziehung bleibt, ganz egal ob romantische Beziehung, eine enge Freundschaft oder langjährige Freundschaft oder ein Verwandtschaftsverhältnis, Solange man in Beziehungen bleibt, die dysfunktional sind, die ungesund sind, werden Tools langfristig nicht weiterhelfen.

00:07:52: Sie werden Abhilfe schaffen, ja.

00:07:54: Sie werden in akuten Situationen Feuer löschen können, ja.

00:07:58: Und sie können natürlich helfen, das Fundament zu schaffen, das Fundament von wo aus wir weitergehen können, das Fundament von wo aus wir an den zugrunde liegenden Ursachen wirklich arbeiten können.

00:08:12: Ein weiteres Beispiel ist eine Klientin von mir.

00:08:16: Und zwar habe ich letztes Jahr diese Klientin, eine Bankhauffrau aus Frankfurt im Atemcoaching, begleitet.

00:08:24: Sie kam Anfang des Jahres zu mir, weil sie vor ein paar Jahren an der Autoimmunerkrankung Mombos Basodo erkrankt ist.

00:08:31: Das ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse, die zu vielfältigen, sehr aggressiven körperlichen und psychischen Symptomen wie Herzrasen, Schweißausbrüchen, nächtlichen Panikattacken, Haarausfall etc.

00:08:45: führt.

00:08:46: Und die Ärzte haben dieser Frau zu dem Zeitpunkt geraten, die Schilddrüse operativ entfernt zu lassen, um dann ihr Leben lang von Medikamenten abhängig zu sein, denn ohne Schilddrüsenhormone können wir nicht leben.

00:08:59: Und entsprechend verzweifelt war meine Coachie, als sie zu mir kam.

00:09:03: Sie war auch ratlos, denn aus ihrer Sicht hatte sie alles versucht, um die Erkrankung zu heilen.

00:09:08: Sie hat ihre Ernährung umgestellt, auf vegan und glutenfrei, zuckerfrei.

00:09:14: Sie hat Schilddrüsenblocker genommen über Jahre.

00:09:17: Sie hat Tools und entzündungshemmende Atemübungen gemacht, die sie über mein Newsletter und den Podcast kennengelernt hatte.

00:09:25: Da ich diese Erkrankung nun sehr gut kenne, ich hatte sie selbst vor ein paar Jahren, habe ich diese Frau mit Freude in meinen Atemcoaching-Programm aufgenommen und habe acht Wochen mit ihr gearbeitet, intensiv im eins zu eins.

00:09:39: Sie hat von mir entsprechende Atemtechniken und somatische Tools an die Hand bekommen, die den Stress aus ihrem System genommen haben und sie wieder in ein Gefühl der Sicherheit, der Verbundenheit und der Klarheit gebracht haben.

00:09:52: Und das erste Mal in ihrem Leben hat sie die Erfahrung gemacht, mit sich selbst körperlich und seelisch wirklich in Verbindung zu sein, mit ihren Bedürfnissen, ihren ganz eigenen Bedürfnissen verbunden zu sein.

00:10:08: Und genau dieser Zustand hat sie zu der Erkenntnis gebracht nach einer gewissen Zeit, dass ihr Job das Problem war.

00:10:17: Sie hat in jungen Jahren die Entscheidung getroffen, mehr oder weniger, bewusst, eher unbewusst, eine Ausbildung zur Bankaufrau zu machen.

00:10:26: Später hat sie noch Business Administration studiert und diese Entscheidung hat sie getroffen, wie sie später erkannt hat, um den Ansprüchen ihrer Eltern zu genügen.

00:10:35: Ihr sehnlichster Wunsch war jedoch insgeheim schon lange Zeit Heilpraktikerin für Pferde zu werden.

00:10:42: Und aus der Klarheit und Sicherheit heraus, die wir gemeinsam im Coaching erarbeitet haben, konnte sie zu dieser Erkenntnis kommen.

00:10:50: und schließlich auch zu dem Mut und dem Selbstvertrauen, ihren angesehenen Job in der Frankfurter Bank zu kündigen und Heilpraktikerin für Pferde zu werden.

00:11:01: Und Ende letzten Jahres hat sie mich kontaktiert.

00:11:04: Das Coaching lag zu diesem Zeitpunkt schon gute sieben, acht Monate zurück.

00:11:10: Sie hat mich kontaktiert und mir mitgeteilt, dass sie keine Schilddrüsenmedikamente mehr nehmen muss und die Ärzte zuletzt bei der letzten Kontrolle auch keine Notwendigkeit mehr gesehen haben, die Schilddrüse zu entfernen, weil ihre Werte im Normbereich waren das allererste Mal seit Ausbruch der Erkrankung und die Schilddrüse auch normal groß war.

00:11:31: Und diese Frau ist der zugrunde liegenden Ursacher auf den Grund gegangen.

00:11:36: Und sie hat diese Ursache beseitigt, statt weiter mit Tools zu versuchen, Symptome wegzuregulieren.

00:11:44: Und in dem Moment konnte die Heilung beginnen, in dem Moment, wo sie an die Wurzel des Problems gekommen ist, was sie ohne Tools nicht geschafft hätte.

00:11:54: Das heißt, ja, die Tools sind wichtig, sie sind ein elementarer Bestandteil des Weges.

00:12:00: Und in dem Moment, wo meine Coachie ihrem Körper wirklich zugehört und etwas verändert hat, sind die Symptome einfach nachhaltig verschwunden.

00:12:10: Ich weiß, es klingt vielleicht unglaublich, es klingt wie Wunderheilung, aber unser Körper ist so intelligent.

00:12:17: Unser Körper ist so intelligent und Symptome sind nicht einfach da.

00:12:22: Unser Körper spricht mit uns permanent.

00:12:27: Ja, meine Coachie hat die Ursache beseitigt, die Symptome sind verschwunden und wenn die Ursache die Wurzel des Problems geblieben wäre, wären auch die Symptome immer immer wiedergekommen.

00:12:40: Atmeübungen und somatische Tools hin oder her.

00:12:44: Für meine Coachie war das überhaupt kein einfacher Schritt, diesen Job zu kündigen, denn sie kam aus einer Familie, wo man sehr viel Wert darauf gelegt hat, in einem gewissen beruflichen Kontext tätig zu sein.

00:12:57: Und wir leben schließlich auch in einer Gesellschaft, in der der Banker de facto ein höheres Ansehen hat als die Heilpraktikerin für Pferde, leider.

00:13:05: Und das spiegelt sich leider auch in der Bezahlung wieder.

00:13:09: Also ich weiß, was einen Banker verdient.

00:13:11: Ich weiß, was meine Coachy verdient hat ungefähr, weil ich in einem ähnlichen Bereich tätig war.

00:13:15: Ich habe keine Ahnung, was eine Heilpraktikerin für Pferde verdient.

00:13:18: Ich weiß von meiner Coachy, dass es deutlich weniger ist als das Gehalt, das sie in der Bank hatte.

00:13:24: Aber meine Coachy meinte damals zu mir, und das ist bei mir hängen geblieben, dass es ihr mittlerweile egal ist.

00:13:32: Dass es ihr egal ist, was andere von ihren Entscheidungen halten, dass es für sie zählt, was ihre beiden Kinder, drei und fünf, von ihr lernen.

00:13:42: Und das für sie relevant ist, was sie ihren beiden Kindern vorlebt.

00:13:48: Und sie sagte, sie möchte ihren Kindern nicht vorleben, wie man viel Geld verdient, denn das können die später überall lernen, sondern sie möchte ihren Kindern vorleben.

00:13:58: wie man ein gesundes Leben führt und den Mut hat, die eigene Wahrheit zu leben.

00:14:02: Und ich weiß noch genau, wie ich sie damals angestrahlt habe und ihr gesagt habe, dass ich einfach so stolz auf sie bin.

00:14:09: Und das bin ich bis heute.

00:14:11: Das bin ich wirklich bis heute, denn es war einfach so ein Durchbruch und es hat sich schließlich auf den richtigen Weg gebracht.

00:14:19: Und bei mir selbst war es vor einigen Jahren ja ähnlich.

00:14:22: Ich hatte unter anderem wie gesagt auch die Diagnose Morbus Basado.

00:14:26: Ich habe Unmengen von Geld und Zeit in Heilungstools investiert, in Yogatherapie, in Ayurveda Massage, in endocrinologische Privatpraxen, in Soundhealing und und und.

00:14:39: Die Tools waren gut, insbesondere die korrekte Atmung hat mir enorm dabei geholfen, das Feuer aus meinem System zu holen, die Unruhe zu besänftigen und einfach wieder in eine gesunde Nervensystem- und Emotionsregulation zu kommen.

00:14:55: Wenn ich aber nicht weitergegangen wäre, wenn ich nicht der Ursache auf den Grund gegangen wäre, was ich getan habe aus einem regulierten, sicheren Zustand heraus, Dann hätte ich heute keine Schilddrüse mehr oder ich hätte immer noch einen Körper voller Entzündungen, tägliche und nächtliche Panikattacken und so weiter.

00:15:16: Eine meiner größten Ursachen damals war der Job, den ich zum damaligen Zeitpunkt ausgeübt habe.

00:15:22: Ich war HR Director in einem Umfeld mit Ja, wirklich nicht so reflektierten, teilweise auch wirklich respektlosen und undankbaren Menschen, oberflächlichen Menschen, die einfach nicht mein Weib waren.

00:15:38: Ich wollte nicht mit diesen Menschen mein Leben verbringen.

00:15:42: Ich wollte keine vierzig Stunden die Woche von diesen Menschen umgeben sein.

00:15:47: Das wollte ich einfach nicht.

00:15:49: Ich wollte außerdem jeden Morgen ohne Wecker aufwachen.

00:15:52: Ich wollte einen Job, der täglich das Leben anderer Menschen bereichert und verbessert.

00:15:57: Ich wollte reisen, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen und nur ein kleines Kontingent an Tagen im Jahr dafür zur Verfügung zu haben.

00:16:05: Ich wollte an etwas arbeiten, das mich wirklich erfüllt, weil es sinnvoll ist und einen Unterschied im Leben von jemand anderem macht.

00:16:14: Ich wollte barfuß arbeiten von einer Hängematte im Dschungel aus oder aber auch von meiner Couch im Schlafie aus, wenn mir danach war.

00:16:22: Und alles andere hat sich nicht mehr nach mir angefühlt.

00:16:25: Es hat sich nicht nach mir angefühlt, einem gewissen Bild zu entsprechen, einen Tresscode anzunehmen, der einfach nicht mein Style ist.

00:16:35: Und ja, in dieser Rolle zu sein und vierzig Stunden die Woche an etwas zu arbeiten, was überhaupt keinen Mehrwert in die Welt oder in die Gesellschaft bringt.

00:16:44: Das war nicht mehr ich.

00:16:46: Es hat sich nicht nach mir angefühlt.

00:16:48: Darin liegt der Kern von Autoimmunerkrankungen.

00:16:52: Wir sind nicht mehr wir selbst.

00:16:54: Der Körper erkennt nicht mehr, was fremd und was selbst ist.

00:16:58: Was habe ich also getan?

00:17:00: Ich habe nicht lange herumgefackelt und habe in der Pandemie einer Zeit Globaler Unsicherheit, meine Festanstellung mit sehr gutem Gehalt gekündigt, bin nach Costa Rica gegangen und als Atemcoach durchgestartet.

00:17:14: Und meine Autoimmunerkrankung ist heute Geschichte.

00:17:17: Ich habe meinem Körper zugehört, ich habe meine Entscheidungen getroffen, die sicherlich nicht immer einfach waren, aber notwendig für meine Heilungen.

00:17:26: Und ich konnte diese Entscheidung nur treffen, weil ich vorher Tools hatte, die mir die Sicherheit gegeben haben, die meine Nervensystemkapazität erweitert haben und die es mir ermöglicht haben, mich zuversichtlich zu fühlen, selbst Vertrauen zu haben, in dieser unsicheren Zeit einen Job zu kündigen, zum Beispiel von dem viele andere Menschen vielleicht geträumt hätten.

00:17:52: Du kannst dir deine Symptome, deine Krankheit oder deine Disbalance vorstellen wie einen Brand in deinem Haus.

00:18:01: Das veranschaulich das auch nochmal richtig schön.

00:18:03: Also wenn du irgendwelche Symptome hast oder eine Krankheit oder eine körperliche oder seelische Disbalance, stell dir das vor wie ein Brand in deinem Haus, der ausgebrochen ist.

00:18:16: Und die somatischen Tools, die du kennst, sind kleine Gießkannen gefüllt mit Wasser, die du immer wieder in die Flammen kippst, um das Feuer zu löschen.

00:18:25: Was auch total intelligent und notwendig ist, weil das Feuer sich ja sonst weiter ausbreitet.

00:18:31: Also es ist erst mal gut, denn solange es brennt, kann ja auch nichts Neues entstehen.

00:18:35: Du kannst ja in diesem Chaos nichts Neues erschaffen oder kreieren.

00:18:41: Die zugrunde liegende Ursache deiner Symptome, deiner Erkrankung oder deiner Dysbalance ist jedoch jemand oder etwas, das auf der anderen Seite des Feuers steht und permanent mit etwas wedelt, sodass aus der Glut immer wieder neue Flammen entstehen.

00:18:57: Deine Aufgabe ist es also, Tools zu nutzen, um den Brand erst einmal in den Griff zu bekommen und um zu erkennen, wer oder was auf der anderen Seite des Feuers steht und da permanent am Wedeln ist.

00:19:11: Und vielleicht möchtest du an dieser Stelle einmal innehalten und dich ganz ehrlich fragen, wer oder was ist dein Vetler?

00:19:19: Also, wenn du Symptome hast, die immer wieder kommen, obwohl du schon so viel ausprobiert hast, wenn du eine Erkrankung hast, die sich einfach nicht in den Griff bekommen lässt, stelle dir die Frage, wer oder was ist dein Vetler?

00:19:31: Ist es eine ungesunde Beziehung, in der du bist?

00:19:35: Ist es ein kräftezehrender Partner?

00:19:39: Ist es eine unterdrückte Emotion oder mehrere Emotionen, die du vielleicht schon als Kind nicht wirklich gelernt hast zu fühlen?

00:19:47: Sind es verdrängte Verletzungen?

00:19:49: Ist es ein Arbeitsumfeld, in dem du nicht wirklich du selbst sein kannst?

00:19:55: Ist es eine Wahrheit, die du zurückhältst, die du nicht sprichst und lebst?

00:19:59: Ist es ein Job, der dich nicht erfüllt?

00:20:02: Ist es vielleicht ein nicht integriertes Trauma, ein nicht vollendeter Stresszyklus?

00:20:08: Lasse dir mit dieser Arbeit Zeit.

00:20:10: Das sind große Fragen.

00:20:11: Das ist nichts, was du innerhalb der nächsten drei Minuten beantworten musst und kannst.

00:20:16: Vielleicht kamen dir jetzt direkt Antworten und diesen Impulsen kannst du vertrauen.

00:20:22: Also wenn jetzt Bilder hoch kamen oder Antworten, die direkt präsent waren, kannst du dem erst mal folgen.

00:20:31: Du kannst dem erst mal zuhören, du kannst da mal hinschauen, das einfach mal annehmen und ehren, dass das jetzt auf Anhieb hoch kam.

00:20:39: Nichtsdestotrotz lasse dir Zeit und arbeite in Ruhe damit, hole dir am besten auch Hilfe in Form einer Therapeutin oder eines guten Atemcoaches und sei ehrlich mit dir selbst.

00:20:51: Erkenntnisse, die in diesem Kontext hochkommen können, können schwierig sein, denn Wir können unseren Partner lieben und er kann trotzdem kräftezehrend oder toxisch sein.

00:21:04: Wir können unsere Eltern lieben und trotzdem kann da ein Konflikt sein, der seit Jahren zwischen uns irgendwie am Schwellen ist.

00:21:12: Wir können stolz sein, was wir uns beruflich erarbeitet haben und dennoch kann es ein Arbeitsumfeld sein, in das wir einfach nicht mehr gehören.

00:21:21: Das heißt, es ist nicht so, dass die Erkenntnis hochkommt und wir denken, yes, endlich weiß ich Bescheid.

00:21:26: Ich treffe jetzt meine Entscheidung und verändere das.

00:21:29: Das ist ein Prozess und dieser Prozess ist bestimmt nicht immer einfach.

00:21:34: Ja und wie gesagt vieles, was uns nicht gut tut, ist manchmal unsere Normalität geworden.

00:21:40: Also wir sind ganz oft auch blind, betriebsblind für uns selbst, für unser eigenes Leben.

00:21:45: Wir erkennen den Wald vor lauter Bäumen nicht sozusagen.

00:21:49: Und in dem Fall erscheint es uns vielleicht leichter, in einer ungesunden Beziehung zu bleiben, statt uns zu trennen und alleine zu sein.

00:21:58: Oder in einem ungeliebten Job zu bleiben, statt uns in die Ungewissheit der Arbeitslosigkeit zu begeben.

00:22:04: Es ist aber ganz oft der einzige Weg zur Heilung.

00:22:07: Und ja, man geht da vielleicht durch ein Tal der Trauer und ein dunkles Tal.

00:22:15: einsam, aber wenn einem die Einsamkeit Angst macht, ist es vielleicht genau der Weg, den wir gehen müssen.

00:22:20: Es ist vielleicht genau das, was wir einmal durchfühlen müssen, womit wir uns auseinandersetzen müssen, warum wir überhaupt Angst davor haben, zum Beispiel Single zu sein oder mal alleine zu wohnen oder mal ohne Aufgabe zu sein, ohne Drop zu sein und in dieser Unsicherheit zu sein, aber vielleicht ist genau das die Lektion.

00:22:43: die das Leben, die Krankheit, was auch immer für uns bereithält.

00:22:48: Atemübungen und Tools geben dir an dieser Stelle die Sicherheit, die du brauchst, um diese Erkenntnisse zu bekommen, um diese Erkenntnisse auch annehmen zu können.

00:23:00: Und Tools geben dir auch die Klarheit und das Vertrauen, Entscheidungen zu treffen und zu neuen Ufern aufzubrechen.

00:23:07: Und gleichzeitig möchte ich dich dazu einladen, es mit Tools nicht zu übertreiben.

00:23:13: Also suche dir lieber zwei, drei Übungen, die dir helfen, mit dir selbst in Verbindung zu gehen und zur Ruhe zu kommen.

00:23:21: Und das können wirklich die einfachsten Übungen sein.

00:23:24: Vielleicht ist es für dich nur der Slow Breathing.

00:23:28: Vielleicht kennst du die Slow Breathing Atemmeditation, die ich auf meinem Podcast geteilt habe.

00:23:34: Diese Übung ist so einfach, sie ist so barrierefrei sozusagen, so leicht zugänglich und Schon das kann dir helfen, zur Ruhe zu kommen und in Verbindung zu gehen mit dir selbst und allem, was da ist.

00:23:50: Und vielleicht hast du schon zwei, drei Übungen, die du kennengelernt hast, vielleicht bei mir im Atemcoaching oder auf meinem Podcast, und von denen du weißt, die stabilisieren dich, die helfen dir, Kapazität zu schaffen.

00:24:04: Denn je mehr du zichthools hinterherjagst und verbissen, Atemübungen ausprobierst, jeden Tag was Neues, desto mehr lernt dein System einfach auch, dass gerade etwas nicht stimmt, dass das, was gerade ist, falsch ist.

00:24:20: Und das ist kein parasympathischer Zustand.

00:24:23: Also mit zusammengebissenen Zähnen, Tools ausprobieren und auch immer wieder was Neues und viel von allem ist eher ein Sympathikus stimulierender Zustand.

00:24:34: Und das ist genau das Gegenteil dessen, was wir wollen, wenn wir heilen möchten.

00:24:39: Also, je mehr du versuchst, wegzuregulieren, statt in Verbindung zu gehen, desto mehr entfernst du dich auch von Teilen in dir, die ganz dringend gehört und gefühlt werden möchten.

00:24:51: Nutze die Tools also dafür, in Verbindung zu gehen und zu halten, was da ist, statt verbissen wegregulieren zu wollen.

00:25:02: Noch einmal fürs Protokoll.

00:25:04: Atemübungen und Tools zur Selbstregulierung sind super.

00:25:08: Ich habe sogar ein Buch geschrieben, das sage und schreibe, einhundert Atemübungen und somatische Tools zur Nervensystem- und Emotionsregulation enthält.

00:25:18: Und dieses Buch habe ich für meine Teilnehmerinnen der Breath and Body Based Coaching Ausbildung geschrieben.

00:25:24: Bedeutet natürlich bin ich ein Fan von Tools und gleichzeitig empfehle ich meinen Studentinnen und auch Coaches immer, nicht jeden Tag ein neues Tool auszuprobieren, nicht mit Sichtools Wild rumzuexperimentieren, sondern sanft vorzugehen und ein, zwei, drei Sachen zu integrieren, die helfen, Sicherheit und Ruhe ins System zu bringen und die Kapazität zu vergrößern.

00:25:51: Um dann von dort aus weiter zu gehen, um sich wieder bewusst zu werden, dass es sicher ist, zu fühlen, alles was ist, dass alle Emotionen willkommen sind, dass es okay ist, was gerade spürbar ist, dass du okay bist, wie du gerade bist, dass es sicher für dich ist, große Entscheidungen zu treffen und Veränderungen anzugehen.

00:26:15: Und hier beginnt dann die Heilung.

00:26:18: Zum Abschluss der Podcastfolge möchte ich dir noch mitgeben, dass du nicht falsch bist, wenn du gerade in der Situation bist, dass Symptome immer wiederkommen oder du eine Erkrankung oder Disbalance hast, die sich noch nicht wieder eingependelt hat.

00:26:33: Du bist nicht falsch in dem Moment.

00:26:35: Also verstehe diese Podcastfolge auch bitte, bitte nicht falsch.

00:26:40: Du stehst da, wo du gerade stehst und das ist vollkommen okay.

00:26:44: Es gibt natürlich darüber hinaus auch Faktoren, die wir nicht beeinflussen können auf unserem Heilungsweg.

00:26:49: Auch das ist ganz wichtig.

00:26:52: Wenn du krank bist, auch schon lange, dann ist das nicht deine Schuld.

00:26:57: Es geht nie um Schuld auf dem Heilungsweg.

00:27:00: Das ist mir... ganz, ganz wichtig nochmal zu betonen.

00:27:03: Gleichzeitig gibt es aber einfach auch jede Menge Faktoren, die wir sehr wohl beeinflussen und gestalten können.

00:27:11: Und darauf sollten wir unseren Fokus legen.

00:27:13: Wir sollten unseren Fokus darauf legen, zu lernen und selbst zu regulieren, zu lernen, wieder in eine körperliche und seelische Balance zu kommen.

00:27:24: Und wir sollten den Fokus darauf legen, aus diesem regulierten Zustand heraus an die Wurzel, an die zugrunde liegende Ursache der Erkrankung zu kommen.

00:27:37: Und ich hoffe, dass dich die heutige Podcastfolge zu genau dem richtigen Zeitpunkt auf deinem Weg gefunden hat und dass du für dich etwas daraus mitnimmst.

00:27:47: Das ist wirklich mein Herzensanliegen.

00:27:49: Und wenn es nur eine Inspiration, eine Kleinigkeit ist, die du heute für dich mitnimmst.

00:27:55: Und wenn ich diese Folge oder der Podcast generell inspiriere, dann freue ich mich enorm, wenn du die Folge an jemanden weiterleitest, den meine Stimme deiner Meinung nach unbedingt erreichen sollte gerade.

00:28:08: Und nächsten Monat am neunzehnten Februar feiere ich Geburtstag.

00:28:13: Der Podcast wird fünf Jahre alt und in dem Kontext würdest du mir das allergrößte Geschenk machen, wenn du den Podcast abonnierst, also einfach ganz kurz auf Folgen klickst, wenn du ihn teilst und weiterleitest und mir auch super gerne schreibst, was dir besonders gut gefällt und wovon du dir mehr wünschst in den nächsten fünf Jahren.

00:28:35: Danke, dass ich dich heute mit meiner Stimme begleiten und dich inspirieren durfte.

00:28:40: Ich wünsche dir eine gute Restwoche mit Raum für dich selbst, mit Raum für dein Sein, für deine Wahrheit und wir hören uns nächsten Samstag wieder.

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