Neue Gewohnheiten - Warum Motivation nicht hilft
Shownotes
Heute geht es darum, warum Motivation dir nicht hilft, wenn du neue Gewohnheiten in dein Leben integrieren möchtest. Natürlich gebe ich dir auch Inspirationen und Tipps, was du tun kannst, damit es mit neuen Gewohnheiten in deinem Alltagsleben funktioniert.
Eine tägliche Atempraxis kann eine gesunde neue Gewohnheit sein, von der du langfristig enorm profitierst: Atemübungen regulieren das Nervensystem, wirken sich gesundheitlich positiv aus auf Verdauung, Herzkreislaufsystem, Energielevel, auf die mentale Gesundheit, Entzündungen im Körper, die Cortisol-Balance usw.
Für eine neue Atemroutine findest du die 31-Tage-Breathwork Challenge auf meinem Podcast.
Starte heute und lass mich gerne wissen, wie es dir damit geht!
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00:00:03: Hallo und herzlich willkommen in meinem Podcast.
00:00:06: Schön, dass du heute hier bist.
00:00:07: Ich hoffe, dass es dir gut geht und dass du ja gut bei dir selbst den Jahreswechsel verbracht hast und einfach mit einer positiven Energie in dieses Jahr gestartet bist.
00:00:20: Und Jahreswechsel bringt ja immer das Thema Vorsätze, Veränderung, Wünsche mit.
00:00:27: Und auch ich habe für meine Community in diesem Sinne eine Prep-Work-Challenge entwickelt.
00:00:34: Und zwar geht es dabei darum, dass du von mir für einen ganzen Monat, in dem Fall für Januar, für ein und dreißig Tage Atemübungen bekommst.
00:00:43: Damit atmen im Jahr für dich das Selbstverständlichste auf der Welt wird.
00:00:50: Für dich eine neue Gewohnheit wird, die wirklich so selbstverständlich ist, wie das tägliche Zähne putzen.
00:00:57: Viele von euch, viele aus der Community haben diese Challenge enorm gefeiert und hatten richtig Bock.
00:01:04: Viele haben noch keine regelmäßige Atemroutine.
00:01:07: Sie lieben meine Atemübungen, aber machen sie eher unregelmäßig, wissen aber ganz genau, wie gut es ihnen tut, wenn sie es machen und wissen auch ganz genau, wie gut es ihnen täte, wenn sie es wirklich regelmäßig machen würden.
00:01:19: Einige haben natürlich schon eine tägliche Atempraxis.
00:01:22: Die haben die Challenge dann genutzt als Sahnehäubchen, weil es ist ... eine, sozusagen, Bodyset Meets Mindset Challenge.
00:01:30: Es gibt nach jeder Atemübung auch einen kleinen Impuls zur Persönlichkeitsentwicklung.
00:01:35: Und ganz, ganz viele Menschen haben mir aber einfach auch geschrieben, dass sie es schon so oft versucht haben mit einer regelmäßigen Atempraxis und dass sie so oft gescheitert sind und dass es einfach nicht funktioniert, diese neuen Gewohnheiten in den Alltag zu integrieren.
00:01:52: Und ich glaube, an dieser Stelle erkennen wir uns selbst wieder in der einen oder anderen Situation.
00:01:59: Wir wissen alle selbst, wie schwer es ist, bestehende Gewohnheiten zu verändern, nicht so tolle, schädliche Gewohnheiten hinter uns zu lassen und neue, gute Gewohnheiten zu einer Selbstverständlichkeit in unserem Leben werden zu lassen.
00:02:14: Wir kennen das alle.
00:02:16: Und deswegen möchte ich diese Folge heute nutzen, um dir zu verraten, wie es aber geht.
00:02:22: Denn es geht.
00:02:24: Menschen verändern sich ja.
00:02:25: Ich habe mich um hundred-achtzig Grad gedreht in den letzten Jahren.
00:02:29: Ich habe mich... so sehr verändert.
00:02:31: Und ich habe hunderte inzwischen über tausend Menschen dabei begleitet, sich ebenfalls zu verändern und eine lange ersehnte Transformation in ihrem Leben möglich zu machen.
00:02:42: Das heißt, es gibt ja diese erfolgreichen Menschen.
00:02:45: Es gibt Menschen, bei denen Veränderung funktioniert.
00:02:48: Und wir sind alle gleich als Menschen.
00:02:50: Also was bei mir funktioniert, funktioniert bei dir genauso.
00:02:54: Und wir starten direkt rein.
00:02:57: Was hilft dir?
00:02:58: Wie funktioniert es, eine neue Gewohnheit in deinen Alltag zu integrieren?
00:03:03: Da möchte ich dir an allererster Stelle sagen, was nicht hilft.
00:03:08: Und zwar ist das Motivation.
00:03:10: Motivation wird dir nicht helfen, wenn du neue Gewohnheiten in dein Leben integrieren möchtest.
00:03:17: Warum?
00:03:18: Weil Motivation definitiv nicht immer da sein wird.
00:03:22: Motivation ist nicht immer da.
00:03:24: Egal, was wir machen, es wird immer Tage geben, an denen wir einfach keinen Bock haben auf das, was wir so machen.
00:03:30: Du kennst das.
00:03:30: Es wird Tage geben, da hast du keine Motivation für deinen Job.
00:03:33: Es wird Tage geben, da hast du keine Motivation, einkaufen zu gehen.
00:03:37: Es wird Tage geben, an denen hast du keine Motivation, Sport zu machen.
00:03:42: Kennen wir alle, das heißt Motivation ist einfach nicht zuverlässig, sie ist nicht immer da.
00:03:48: Die Tage an denen wir motiviert aufwachen sind wunderbar, das ist schön, das macht Spaß, aber Motivation ist nicht zuverlässig, sie ist nicht immer da.
00:03:58: Was besser ist als Motivation ist Disziplin.
00:04:02: Bei dem Wort Disziplin Zieht sich bestimmt einiges zusammen bei einigen von euch.
00:04:07: Kann ich sehr gut verstehen, weil Disziplin ist sehr negativ konnotiert.
00:04:11: Wir kennen das von sehr strengen Eltern.
00:04:13: Wir kennen das aus einem sehr unterdrückenden, strengen Bildungssystem.
00:04:19: Aber ich spreche hier von nervensystemfreundlicher Disziplin.
00:04:23: Und zwar geht es bei nervensystemfreundlicher Disziplin viel eher darum, dass wir etwas verlässlich tun, dass wir zu einem Menschen werden, auf den wir uns selbst verlassen können, dass wir zu einem Menschen werden, der Dinge durchzieht, immer auch ein bisschen angepasst.
00:04:42: an die jeweilige Tagesform.
00:04:44: Das heißt, wenn ich von Disziplin spreche, meine ich nicht, die Zähne zusammenbeißen und auf Biegeln und Brechen Dinge durchziehen und dabei leiden bis zum Geht nicht mehr oder bis zum Umfallen und gegen unser Nervensystem anzukämpfen, sondern ich spreche von Nervensystem freundlicher Disziplin, von einem gesunden und auch liebevollen Umgang mit und selbst.
00:05:07: Aber Disziplin, also diese Nervensystem freundlicher Art der Disziplin, ist auch ein Zeichen von Selbstliebe tatsächlich.
00:05:15: Denn wenn wir uns selbst nicht lieben, dann vernachlässigen wir uns und dann geht die Disziplin auch flöten.
00:05:21: Als nächstes ist es super hilfreich, wenn du dein Warum definierst.
00:05:27: Was ist eigentlich dein Warum?
00:05:29: Warum strebst du danach diese Gewohnheit?
00:05:33: in dein Leben zu integrieren.
00:05:35: Warum möchtest du diese neue Gewohnheit zu einer Gewohnheit machen?
00:05:39: Was ist dein Warum dahinter?
00:05:42: Wenn wir das klar definiert haben, sind wir einen enormen Schritt weiter als vorher.
00:05:49: Denn zum Beispiel zu sagen Atemübungen sind gesund oder Bewegung ist gut oder Meditation ist gut fürs Nervensystem.
00:06:00: Das ist kein starkes Warum.
00:06:02: Das ist kein starkes Warum, das würde ich nicht bei der Stange halten, sondern finde dein individuelles Warum, ein wirklich starkes Warum.
00:06:13: Und das könnte so etwas sein, wie ich möchte jeden Tag Atemübungen machen, um ein Nervensystem zu regulieren, weil ich keine Panikattacken mehr haben möchte, weil ich in Urlaub fahren möchte, ohne Angst zu haben, weil ich wieder gesund werden möchte, um mein Leben in vollen Zügen zu genießen, weil ich gelassener und präsenter werden möchte, um anders mit meinen Kindern in Interaktion zu treten und ein richtig starkes Vorbild für meine Kinder zu werden, damit diese mit einer regulierten Mutter aufwachsen und selbst mal, wenn sie fünfzehn, zwanzig sind, schon so viel gelernt haben, dass sie selbst mal regulierte Erwachsene werden und eine schöne Kindheit haben.
00:06:59: Das ist ein starkes Warum.
00:07:00: Und das Warum kann natürlich für jeden Menschen etwas ganz anderes sein, aber finde wirklich dein starkes Warum.
00:07:08: Warum möchtest du die Gewohnheit, nach der du strebst, in dein Leben integrieren.
00:07:14: Was ist das Gefühl dahinter?
00:07:15: Was ist die Motivation dahinter?
00:07:17: Was ist dieser tiefste Herzenswunsch dahinter?
00:07:21: Und ich empfehle dir von Herzen, schreib es auf, schnapp dir deinen Journal, schreib es handschriftlich wirklich auf.
00:07:28: Also mach's nicht nur jetzt im Kopf nebenbei, sondern nimm dir die Zeit und schreib dein Warum auf.
00:07:35: Das wird einen Schalter in dir umlegen, verspreche ich dir.
00:07:39: Und wenn du dann gerade dabei bist, kannst du auch zu dem Punkt übergehen, dass du, wenn du an deine neue Gewohnheit denkst und auch an dein Warum denkst, wirklich groß denkst.
00:07:51: Damit sind wir wieder bei der Ten X Theory.
00:07:54: Vor ein paar Wochen habe ich einen Podcast zur Ten X Theory geteilt und es bedeutet, dass du wirklich groß denkst in Bezug darauf, wo du hin möchtest.
00:08:06: Also, dass du dich nicht kleiner machst oder dass du dieses Ziel nicht kleiner machst oder irgendwie an gesellschaftliche Erwartungen anpasst, weil du ansonsten eine Träumerin bist oder arrogant bist oder was auch immer, sondern erlaube deinen Träumen Raum einzunehmen.
00:08:22: Denke groß, denke ten ex und schreibe dir auch das auf.
00:08:27: Und gleichzeitig Starte klein.
00:08:30: Wir denken groß, unser Ziel darf groß sein und der erste Schritt darf dennoch minimal sein.
00:08:37: Es darf ein Babiestritt sein, sonst werden wir es nämlich auch nicht durchziehen.
00:08:42: Und ich teile dir gerne ein Beispiel aus meinem persönlichen Leben.
00:08:48: Ich wollte seit dem Jahr seit meiner ersten Yoga-Lehrerin in Ausbildung eine ayurvedische Tagesroutine haben.
00:08:56: Und ich bin damals sehr falsch vorgegangen und habe es nicht geschafft, diese ayurvedische Tagesroutine in mein Leben zu integrieren, weil in meinem Kopf war, das ist ja viel zu aufwendig.
00:09:09: Das Problem war, dass ich nicht in kleinen Schritten gestartet habe.
00:09:13: Als ich das erkannt habe, konnte ich es ändern.
00:09:17: Das heißt, ich habe super groß gedacht, nämlich ich bin die Frau mit einer ayurvedischen Tagesroutine und bin aber in kleinen Schritten gestartet.
00:09:26: Wie sahen die aus?
00:09:27: Das sah zum Beispiel so aus, dass ich das Ölziehen in meinen Tagesablauf integriert habe.
00:09:33: Und beim Ölziehen dachte ich immer, dafür habe ich keine Zeit.
00:09:38: Ich hatte die Zeit.
00:09:39: Ich hatte die Zeit auch, als ich noch fest angestellt gearbeitet und ganz andere Verantwortung und Verpflichtungen hatte als heutzutage.
00:09:45: Dann habe ich mit dem Ölziehen begonnen und das war irgendwann das selbstverständlichste der Welt.
00:09:49: Bis heute, egal wohin ich reise, ich bin viel unterwegs, ich habe immer mein Sesamöl dabei, weil das so normal für mich ist, wie dass ich meine Zahnbürste einpacke, wenn ich irgendwo hinfahre.
00:10:00: Und als nächstes, als das Ölziehen dann selbstverständlich war, habe ich das warme Frühstück integriert, wo ich auch immer überzeugt davon war, dass es Unsinn ist, dass ich das nicht brauche, dass es viel zu aufwendig ist, morgens Milchwarm zu machen für meine Hafervlocken, wenn es natürlich auch totaler Unsinn ist, dass es aufwendig ist.
00:10:20: Das ist nicht aufwendig, das dauert ein bis zwei Minuten.
00:10:23: Und es war für mich der nächste Baby-Step.
00:10:25: Also vom Ölziehen bin ich zum warmen Frühstück übergegangen und ich habe das gemacht.
00:10:32: und irgendwann war es normal.
00:10:34: Also auch heute ist es für mich völlig normal und natürlich warm zu frühstücken.
00:10:39: Ich denke darüber gar nicht mehr nach und ich muss morgens die Entscheidung nicht mehr treffen, ob ich jetzt Öl ziehe oder nicht, ob ich jetzt warm frühstücke oder nicht.
00:10:49: Diese Entscheidung treffe ich nicht mehr.
00:10:50: Diese Frage stellt sich für mich gar nicht mehr.
00:10:53: Da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt.
00:10:56: Würde ich jetzt nicht überraschen, aber wenn du eine neue Gewohnheit in dein Leben integrieren möchtest, braucht es Wiederholung.
00:11:04: Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung.
00:11:07: Ich sage es bewusst mehrfach und mit Nachdruck, denn Wiederholung ist das A und O. Das weißt du, du hast so viele Gewohnheiten in deinem Leben.
00:11:18: gute und sicherlich auch schlechte.
00:11:20: Und diese Gewohnheiten sind nur deswegen Gewohnheiten in deinem Leben, weil du es über Jahre wiederholt hast.
00:11:27: Kommen wir wieder zum Paradebeispiel, dem Zähneputzen.
00:11:31: Wann hast du damit angefangen?
00:11:33: In dem Moment, als du Zähne bekommen hast, vermute ich jetzt mal.
00:11:36: Das heißt, seit dreißig Jahren, seit vierzig Jahren, seit fünfzig Jahren, egal wie alt du bist, putzt du täglich deine Zähne.
00:11:44: Täglich.
00:11:45: Ich bin sicher, dass es hier niemand dabei, der nicht täglich seine Zähne putzt.
00:11:48: Und es ist für dich das Normalste der Welt.
00:11:50: Du triffst diese Entscheidung nicht.
00:11:52: Du stellst dir diese Frage nicht, sondern du putzt deine Zähne einfach, weil du es über einen sehr langen Zeitraum jeden Tag gemacht hast.
00:12:00: Also die Wiederholung ist... das A und O. Und jetzt kommt, je distregulierter dein Nervensystem ist, desto schwerer wird es dir fallen, Dinge zu wiederholen und jeden Tag dasselbe zu machen.
00:12:17: Und wir leben ja in einer Gesellschaft mit vielen dysregulierten Nervensystemen.
00:12:21: Wir leben in einer sehr Nervensystem unfreundlichen Gesellschaft, in der die Menschen ständig Abwechslung brauchen, in der die Menschen viel Stimulation brauchen, ständig neue Reize, ständig was Neues, was Krasses, was Abgefahren ist.
00:12:35: Und das ist genau das Gegenteil dessen, was du brauchst.
00:12:39: Und genau deswegen bekommst du in der Breathwork Challenge auch immer für sieben Tage exakt dieselbe Atemmeditation.
00:12:48: Mich haben ein paar Leute angeschrieben und mir Rückgemeldet, dass sie etwas überrascht waren, dass es nicht jeden Tag eine neue Atemübung gibt.
00:12:56: Und genau das ist das Problem.
00:12:58: Du brauchst nicht jeden Tag etwas Neues, denn damit unterstützt du Die Quirligkeit und die Unruhe in deinem Nervensystem, sondern du brauchst Wiederholung.
00:13:09: und ich weiß, je disregulierter du bist, desto langweiliger kann dir das auch vorkommen.
00:13:14: und je disregulierter und unruhiger und unbalancieter du im Inneren bist, desto schwieriger kann es für dich auch sein, diese Langeweile, diese Eintönigkeit zu halten.
00:13:25: Es kann dir aber auch super viel Halt und Stabilität geben.
00:13:29: Achte da mal auf dich selbst darauf, also wenn du bei der Prath Work Challenge dabei bist, was macht das mit dir, jeden Tag dasselbe zu machen?
00:13:37: Ich weiß aus dieser wunderbaren Community, Podcast Community, dass es super viele Menschen gibt, die sowieso Lieblingsatemmeditationen von meinem Podcast haben und schon seit Jahren immer wieder dieselbe Übung machen.
00:13:50: Euch feiere ich, ihr seid auf einem super, super guten Weg.
00:13:54: weil genau so bilden sich neue neuronale Netze im Gehirn.
00:13:58: Genau so funktioniert Heilung, funktioniert Transformation, funktioniert Weiterentwicklung und Fortschritt.
00:14:06: Es ist diese Wiederholung, auf die es ankommt.
00:14:10: Also für eine neue Gewohnheit ist es ganz schlecht, ständig etwas anderes zu machen und es ist auch ganz schlecht, dir ständig etwas Neues aussuchen zu müssen.
00:14:21: Das ist eine Hürde für unser Gehirn.
00:14:24: Es ist wirklich wichtig, dass du nicht jeden Tag, wenn du dich für eine neue Gewohnheit entschieden hast, Entscheidungen treffen musst.
00:14:30: Das ist ein viel zu großer Energieaufwand für unser Gehirn.
00:14:33: Das mag das Gehirn nicht, weil dann wirst du nicht dran bleiben.
00:14:37: Heißt, egal welche Gewohnheit du anstrebst, vielleicht geht's bei dir ja gar nicht ums Atmen.
00:14:42: Ich breche hier wirklich von allen Gewohnheiten.
00:14:46: Egal welche Gewohnheit du anstrebst, schau, dass du über einen langen Zeitraum, von dreißig Tagen, vielleicht von sechzig Tagen, vielleicht von drei Monaten, jeden Tag exakt dasselbe machst.
00:14:58: Jeden Tag.
00:14:59: Lerne auch die lange Weile zu halten, lerne mit der Monotonie zu sein, lerne mit den gefühlen Gedanken, vielleicht auch der Unruhe, die dabei mal aufkommen kann, zu sein.
00:15:10: Und bedank dich später bei mir.
00:15:12: Garantiere ich dir, verspreche ich dir.
00:15:15: Du wirst davon profitieren.
00:15:19: Der nächste Punkt ist Klarheit.
00:15:22: Es ist super wichtig, wenn du eine neue Gewohnheit in deinem Leben haben möchtest, dass du klar ausgerichtet bist.
00:15:29: Was meine ich damit?
00:15:31: Ich meine damit, dass du genau weißt, was du machst, wann du es machst, wo du es machst und wie lange du es machst.
00:15:38: Ein Beispiel kann sein.
00:15:39: Du möchtest ein Mensch werden, der jeden Tag etwas für sein Nervensystem und seine ganzheitliche Gesundheit tut und entsprechend jeden Tag Atemübungen mit mir macht, dann definiere das.
00:15:52: Ich möchte ein Mensch sein, der jeden Tag Breathwork praktiziert.
00:15:57: Ich mache das.
00:15:58: morgens um acht Uhr, nachdem ich aufgewacht bin, ich mache das noch in meinem Bett und ich mache das über einen Zeitraum von dreißig Tagen.
00:16:07: Ist ein Beispiel.
00:16:08: Wie gesagt, du kannst diese Hinweise und Tipps und Inspirationen, die ich dir gebe, auf alle Gewohnheiten übertragen.
00:16:17: Auch wenn du zum Beispiel joggen gehen möchtest.
00:16:20: Es ist nicht klar zu sagen, ich möchte sportlicher werden im neuen Jahr.
00:16:25: Das verpufft einfach so.
00:16:27: Es ist aber klar ausgerichtet zu sagen, ich möchte ein Mensch werden, der dreimal die Woche joggen geht.
00:16:34: Ganz, ganz wichtig, definiere auch dein großes starkes Warum dahinter.
00:16:38: Und ich werde Montags, Mittwochs und Freitags joggen gehen, immer um achtzehn Uhr treißig nach der Arbeit.
00:16:45: Ich werde im Park joggen gehen, irgendein Park.
00:16:49: die in deiner Nähe benenne ihn wirklich namentlich und meine Joggingrunde dauert dreißig Minuten.
00:16:56: Das ist Klarheit.
00:16:58: Und auch hier wirklich die Herzensempfehlung, weil ich dich aufplühen sehen möchte.
00:17:04: Schreibe es dir auf.
00:17:05: Schreibe es dir auf, mach es schriftlich, mach es handschriftlich, dann ist es draußen.
00:17:10: Alles andere ist nur was Wildes in deinem Kopf.
00:17:13: Es darf auf Papier festgehalten werden.
00:17:16: Das hat nochmal eine ganz andere, viel stärkere Wirkung.
00:17:21: Dann räume den neuen Gewohnheiten, die du hast oder haben möchtest, Prior ein.
00:17:26: Das heißt Siehe diese neuen Gewohnheiten nicht als etwas ganz nettes, was du mal machst, wenn es reinpasst, wenn irgendwie grad nichts mit den Kindern ist und wenn auf der Arbeit nichts ist und wenn du dich danach fühlst, sondern behandle diese Gewohnheiten genauso, wie du andere Termine und Verpflichtungen in deinem Leben behandelst.
00:17:47: Räume ihnen Priorität ein, zum Beispiel, indem du sie in den Kalender einträgst.
00:17:52: Und das ist wirklich ein non-negotiable, also das empfehle ich wirklich.
00:17:56: Absolut, mit Nachdruck.
00:17:59: Trage es dir in den Kalender ein.
00:18:01: Vielleicht arbeitest du mit einer Kalender-App, vielleicht nutzt du Outlook, vielleicht hast du auch wie ich so ein ganz old-school, papierhaften Kalender für in die Hand, wo man mit Stiften reinschreibt.
00:18:12: Egal welche Art von Kalender du nutzt in deinem Leben, um dich zu organisieren, trage das, was du machen möchtest, ein.
00:18:20: Also auch, wenn du dir vornimmst, jeden Tag eine Atemübung zu machen, trage dir ein.
00:18:26: Montag bis Sonntag, was auch immer, acht Uhr, morgens, zehn Minuten atmen.
00:18:32: Das ist wichtig.
00:18:33: Zum Einen ist das wichtig für dein Gehirn, denn dein Gehirn merkt, okay, das hat eine Priorität, das ist nichts, was wir gegebenenfalls aus Spaß machen oder was... Optional ist, sondern das hat dann dieselbe Priorität wie deine Arbeitstermine, wie die Termine von deinen Kindern, wie die Termine von deinem Partner, wie deine Arztermine.
00:18:53: Räume, dingewohnheiten wirklich dieselbe Priorität ein, wie allen anderen Terminen in deinem Leben.
00:19:00: Und das wird auch nochmal einen richtigen Impact haben, das garantiere ich dir.
00:19:05: Und was du auch richtig schön machen kannst, vor allem auch wenn du mit einem papierhaften Kalender arbeitest, ist mit einem grünen Stift ein Häkchen hinter die Gewohnheit zu setzen, jedes Mal wenn du sie praktiziert hast.
00:19:18: Das motiviert enorm.
00:19:20: Das kannst du auch noch offensichtlicher machen, indem du ein weißes Blatt Papier nimmst, die Tage darauf schreibst, also siebter Januar, achter Januar, neunter Januar und so weiter.
00:19:31: und dann auf dieses Platt Papier ein grünes Häkchen machst, jedes Mal, wenn du die neue Gewohnheit praktiziert hast.
00:19:38: Dann ist es noch offensichtlicher, dieses Platt Papier kannst du dir an die Wand kleben, an deinen Spiegel im Bad, sodass es wirklich auch präsenter wird, dass es Raum einnimmt in deinem Leben.
00:19:48: Und es gibt Studien dazu, die einfach belegen, dass dieses grüne Häkchen schriftlich hinter einer Gewohnheit, die wir ausgeführt haben, super motivierend fürs Gehirn wirkt.
00:19:59: Das tut total gut.
00:20:02: Wichtig ist auch, wenn du eine neue Gewohnheit integrieren möchtest, dass sie sichtbar ist.
00:20:08: Also jetzt bei dem weißen Platt Papier habe ich das schon so ein bisschen angesprochen.
00:20:13: Es darf Raum einnehmen in deinem Leben und es darf einfach sichtbar sein.
00:20:17: Für dich und für andere.
00:20:19: Wenn du zum Beispiel deine Gewohnheit in einem Outlook-Kalender hast und jeden Morgen da einen Terminblocker von einer Viertelstunde drin hast, dann sehen ja auch andere Menschen, die Zugriff auf deinen Outlook-Kalender haben, dass da etwas ist, dass du in dem Moment keine Zeit hast, dass du da geplockt bist sozusagen.
00:20:37: Und da kannst du dir überlegen, wie du die Gewohnheit noch sichtbarer machen kannst, auch ganz für dich alleine.
00:20:45: Zum Beispiel nochmal mein Beispiel mit dem Ölziehen und meinem Sesamöl.
00:20:50: Ich habe mir angewöhnt, diese Sesamölflasche so in der Küche zu platzieren, dass ich an dieser Flasche nicht vorbeikomme.
00:21:00: Das heißt, ich musste diese Flasche sehen, wenn ich meinen bis dahin ersten Gang zum Waschbecken gemacht habe, um mir Wasser zu holen für meinen Wasserkocher, für mein Ingwer-Tee.
00:21:11: Das heißt, diese Sesamölflasche stand in der Nähe des Waschbeckens unübersehbar.
00:21:16: Und das hat mir enorm geholfen.
00:21:19: Es gab auch mal eine Situation, da war das Sesamöl nicht an dieser Stelle platziert, sondern es war im Schrank platziert hinter dem Avocadoöl und hinter dem Olivenöl.
00:21:29: Und an dem Tag habe ich es tatsächlich vergessen.
00:21:31: Es war ganz am Anfang, als es noch nicht so eine selbstverständliche Gewohnheit für mich war wie heute.
00:21:36: Es war so in den ersten dreißig Tagen.
00:21:38: Ich habe es tatsächlich vergessen, weil diese Flasche einfach nicht sichtbar war für mich und das kam mir dann irgendwie eine Stunde später.
00:21:45: Ich habe heute ja gar kein Öl ziehen gemacht und habe mich dann auch gefragt, wo ist überhaupt die Flasche?
00:21:49: Und an dem Tag hatte mein Partner, die irgendwie ganz hinten eingeräumt, weil er ein bisschen ausgemistet und die Küche aufgeräumt hat.
00:21:55: Deswegen macht es sichtbar.
00:21:58: Wenn es jetzt ums Atmen geht, und du dich fragst, wie mache ich denn die Atemgewohnheit sichtbar, auch da gibt es ganz viele unterschiedliche Methoden.
00:22:05: Du könntest zum Beispiel dein Handy, also wenn du mit mir praktizierst und die Meditationen über den Podcast hörst, übers Handy hörst, dann platziere dein Handy und deine Kopfhörer so, dass es das erste ist, was du morgen ziehst.
00:22:18: Oder du könntest dir eine schöne Ecke einrichten, wo du atmest und meditierst.
00:22:23: und auch diese Ecke sollte nicht irgendwie im dritten Stockwerk sein in einem Raum, an dem du nie vorbeikommst, sondern gerne zentral in einem Raum, in dem du viel Zeit verbringst und wo du morgens definitiv vorbeikommst.
00:22:36: Vielleicht ist es im Wohnzimmer, vielleicht ist es im Schlafzimmer, kommt natürlich auch drauf an, wie du lebst, ob du eine große oder eine kleine Wohnung hast, ein Haus etc.
00:22:45: Und da könntest du auch noch deinen Journal hinlegen, einen Stift, sodass quasi alles parat ist und morgens ganz offensichtlich sichtbar ist, dass du der Mensch bist, der jeden Morgen Atemübungen praktiziert.
00:22:58: Also überleg mal für dich, wie kannst du die neue Gewohnheit sichtbarer machen?
00:23:03: Da teile ich dir gerne noch ein persönliches Beispiel.
00:23:05: Letztes Jahr wollte ich mit dem Joggen wieder so richtig anfangen.
00:23:09: und das war für mich auch eine neue Gewohnheit.
00:23:12: Was ich gemacht habe an den Tagen, wo ich joggen gehen wollte, ich habe meine jogging Schuhe neben die Haustür gestellt.
00:23:21: Die standen nicht in irgendeinem Schuhschrank oder so, die standen nicht in irgendeiner Schublade, sondern die standen ganz prominent direkt neben der Haustür.
00:23:31: Also im Haus sozusagen.
00:23:34: sodass ich, wenn ich zur Haustür bin oder an der Haustür vorbeigegangen bin, diese Jogging-Schuhe gesehen habe.
00:23:39: Mit meinen Jogging-Kleidern habe ich das genauso gemacht.
00:23:43: Die habe ich mir im Bad schon zurechtgelegt am Vorabend, sodass ich, wenn ich am nächsten Morgen aufgestanden bin und mich angezogen habe, gar keine andere Wahl hatte, als diese Jogging-Klamotten anzuziehen.
00:23:55: Die lagen da ja schon breit.
00:23:57: Das war offensichtlich, das war sichtbar.
00:23:59: Und in dem Moment, wo ich die Jogging... Klamotten an hatte, war ich auch schon in einer ganz anderen Energie.
00:24:04: Da stand fest, ich gehe.
00:24:06: Ob ich Bock hatte oder nicht, weil an vielen, vielen Tagen hatte ich erst mal keinen Bock, ehrlicherweise.
00:24:11: Ich habe es dir ganz zu Beginn gesagt, Motivation ist nicht zuverlässig, ist bei mir auch nicht anders.
00:24:16: Aber in dem Moment, wo ich ganz selbstverständlich morgens die Jogging-Klamotten angezogen habe, wo ich gesehen habe, okay, die Schuhe stehen schon bereit neben der Haustür, war für mich klar, ich bin die Frau.
00:24:27: die dreimal die Woche vor ihrer Arbeit joggen geht.
00:24:31: Also kann enorm helfen.
00:24:33: In puncto Sichtbarkeit, was auch helfen kann, ist, dass du darüber sprichst.
00:24:38: Also, dass du die neue Gewohnheit nicht nur für dich im stillen Kämmerlein ausklamüselst sozusagen, sondern dass du es ja öffentlich machst.
00:24:46: Und was öffentlich bedeutet, kannst du selbst entscheiden.
00:24:49: Vielleicht hast du einen Instagram-Account und hast los, deine Community mitzunehmen auf deine Reise.
00:24:55: Das ist ja auch total authentisch.
00:24:57: Ich teile hier ja auch meine persönlichen Reisen zum Teil, meine Fehler, die ich gemacht habe, meine Learnings.
00:25:03: Du könntest die Community mitnehmen und einfach erzählen, was du davor hast, vielleicht auch noch ein paar Leute damit inspirieren, mit an Boot zu kommen.
00:25:10: Wenn du jetzt kein Social Media Mensch bist, dann kannst du das natürlich auch privat machen.
00:25:15: Sprich mit deinem Partner darüber.
00:25:17: Sprich auch mit deinen Kindern darüber.
00:25:19: Je nachdem wie alt die sind, erklär's ihnen so, dass sie's verstehen.
00:25:22: Sprich mit deinen Freundinnen darüber, mit deiner Familie, mit deinen Arbeitskolleginnen vielleicht.
00:25:28: Also sprich darüber auch das, zeigt deinem Gehirn, okay, das ist wichtig, was wir da machen.
00:25:34: Das ist nichts, was so im Kopf irgendwie still und leise vor sich geht, sondern das ist wichtig.
00:25:38: Wir tragen das ja offensichtlich.
00:25:40: auch nach außen.
00:25:41: Und das Schöne ist wirklich, dass Menschen oft neugierig werden, dass du gegebenenfalls sogar andere inspirierst, dass du dich austausst, dass Menschen nachfragen, hey, wie läuft's denn mit deiner Breathwork-Challenge oder... im Vorhaben, dass du hattest und auch das gibt uns noch mal so ein Motivationsschub und so ein bisschen ja so ein bisschen Pepp einfach dran zu bleiben, weil wir haben schon drüber gesprochen und Leute fragen uns vielleicht danach und es ist ja ein besseres Gefühl sagen zu können.
00:26:10: Yes, ich bin jetzt an Tag vierzehn, ich habe sie jeden Tag gemacht.
00:26:13: Was auch helfen kann, ist ein Partner in Crime.
00:26:16: Das heißt, du könntest dir eine Person oder mehrere Personen an Bord nehmen.
00:26:21: Das kann helfen.
00:26:23: Also auf jeden Fall empfehle ich, Dinge auch alleine durchzuziehen.
00:26:27: Denn auch auf andere Menschen kann man sich nicht immer verlassen.
00:26:30: Aber wenn du jemanden hast, der auch Commitment zeigt und der genauso viel Bock hat wie du, dann kann man sich auch gegenseitig motivieren.
00:26:38: Das habe ich beim Sport letztes Jahr gemerkt.
00:26:40: Ich habe mit einer Freundin das John angefangen.
00:26:44: Und es hat so gut getan mit dieser Freundin verabredet zu sein, denn insbesondere an den Tagen, wo ich nicht so viel Lust hatte und nach irgendeiner Ausrede gesucht habe, warum Joggen heute gar nicht reinpasst, wusste ich, ich bin ja mit meiner Freundin verabredet und ich möchte sie nicht enttäuschen.
00:27:00: Und außerdem habe ich mich natürlich gefreut, meine Freundin auch zu sehen und mit ihr was Cooles zu machen, nämlich Sport gemeinsam und draußen sein.
00:27:07: Und das war sehr hilfreich in dem Fall.
00:27:10: Und vielleicht hast du ja auch jemanden, den du mit an Bord nehmen möchtest, vielleicht bist du in einer Partnerschaft, wo so was möglich ist oder deine Partnerschaft wird zu einer Partnerschaft, wo so was möglich ist, wo man morgens gemeinsam atmet, bevor man die Kinder weckt oder wo man den Tag abends gemeinsam mit einer Atemübung beendet.
00:27:30: bevor man Netflix schaut oder Stadt Netflix zu schauen.
00:27:34: Vielleicht hast du auch ein paar richtig gute Freundinnen, mit denen du das machen möchtest.
00:27:38: Da könntet ihr eine WhatsApp-Gruppe gründen und euch jeden Morgen ein kleines Update geben, wenn ihr eure Atempraxis gemacht habt und euch vielleicht auch zwei, drei Sätze dazu schreiben, wie ihr euch gefühlt habt und fragen, wie es bei den anderen gelaufen ist.
00:27:53: Also Partner in Crime können helfen.
00:27:57: Geht einfach mal dein soziales Umfeld durch und fragt dich, ob es da jemanden gibt, den du damit an Bord nehmen möchtest.
00:28:04: Nächste Übung, wieder eine schriftliche Übung, und zwar ist das die Ich Bin Übung.
00:28:11: Und das kann dir helfen, weil das wieder tiefgreifende Identity Work ist.
00:28:16: Du wirst in dem Moment eher sagen oder denken und auch fühlen, dass du die Frau bist, die täglich Breathwork praktiziert und ihr Nervensystem reguliert, statt zu denken, ich mache jeden Tag Atemübungen.
00:28:34: Erkennst du den Unterschied, wenn du sagst, ich bin die Frau, die täglich etwas für ihr Nervensystem tut, die jeden Morgen bewusst atmet, bevor sie in ihren Tag startet, Ist da ein kleiner Unterschied, als wenn du sagst, ich mache jeden Tag Atemübungen.
00:28:49: Du gehst da mehr in deine Identität rein.
00:28:53: Und wenn du diese Übung machst, also diese Ich Bin-Übung, schreib es dir auf.
00:28:58: Ich bin die Frau, die.
00:28:59: und dann deine neue Gewohnheit.
00:29:02: Und geh in das Gefühl rein.
00:29:05: Spüre das mal richtig.
00:29:06: Wie fühlt es sich denn an, diese Frau zu sein, die zum Beispiel eine tägliche Atempraxis hat, die dreimal die Woche joggen geht.
00:29:14: die eine Million Euro im Jahr verdient, die gelassen ist und entspannt durchs Leben geht, als Mutter, als Führungskraft, als was auch immer.
00:29:23: Schreib dir das auf und geh da rein.
00:29:25: Wie fühlt es sich an, diese Frau zu sein?
00:29:28: und schau mal, welche Gefühle hochkommen, welche Bilder hochkommen.
00:29:32: Und super wichtig ist auch, wiederhole diesen Satz in oder nach der Situation, wo du deine Gewohnheit tatsächlich ausgeführt hast.
00:29:42: Das heißt, das habe ich letztes Jahr auch gemacht, wenn ich dann vom Joggen kam, super happy, dass ich es geschafft habe, dass ich es gemacht habe, dass ich es durchgezogen habe, habe ich mir selbst mit einem richtig schönen Grinsen im Gesicht gesagt, geil, ich bin die Frau, die vor ihrer Arbeit dreimal die Woche joggen geht.
00:29:58: Und in dem Moment war es ja auch tatsächlich so.
00:30:00: Und das ist enorm motivierend und auch stabilisierend für die neue Gewohnheit.
00:30:06: Das ist wirklich tiefgreifende Identitätsarbeit.
00:30:09: Probier's mal aus, schreib dir einen Satz auf, vielleicht hast du zehn Sätze.
00:30:14: Ich bin die Frau, die.
00:30:16: Und dann geh da rein, geh da auch somatisch rein, schau, wie dein Körper reagiert.
00:30:21: Noch eine schriftliche Übung, heute ist ein bisschen Journaling-Time, du merkst es, es hilft aber einfach so sehr bei diesem Thema.
00:30:27: Und zwar geht es bei der nächsten Übung darum, dass du dich mal fragst, wo du in einem Jahr stehst, wenn du exakt so weiter machst wie bisher.
00:30:38: Wo stehst du in einem Jahr, wenn du weiterhin die täglichen Gewohnheiten hast, die du jetzt hast?
00:30:46: Lasst das gerne mal sacken.
00:30:48: Und wie gesagt, mach es schriftlich.
00:30:50: Schreib dir dann auch auf, wo du in einem Jahr stehst, wenn du diese eine neue Gewohnheit in deinem Leben etablierst.
00:30:56: Schreib es dir auf und frag dich an der Stelle einfach, was möchtest du für ein Leben leben?
00:31:01: Das Leben ist nicht ewig, das Leben ist endlich und das Leben ist jetzt vor allem.
00:31:06: Es ist immer jetzt und mit dem, was wir täglich tun, hier und jetzt, formen wir unsere Zukunft.
00:31:13: Wir entscheiden.
00:31:15: Wir entscheiden.
00:31:15: Nur wir entscheiden, wie wir in einem Jahr leben.
00:31:18: Und nochmal.
00:31:20: Es darf nervensystemfreundlich sein, du musst dich nicht unter Druck setzen, sondern auch die Baby-Steps bringen dich, wenn du sie dreihundertfünfundsechzig Tage am Stück durchführst, zu anderen Ergebnissen als den Ergebnissen, die du in diesem Moment hast.
00:31:38: Und dann kommen wir zum Thema Belohnung.
00:31:41: Was du machen könntest, ist, wenn du eine neue Gewohnheit ausgeführt hast, dass du dich direkt nach dieser neuen Gewohnheit belohnst.
00:31:49: Mit einer Kleinigkeit.
00:31:51: Da kannst du dich selbst fragen, was das für dich sein könnte.
00:31:55: Ich habe mir als Belohnung letztes Jahr beim Droggen ausgesucht, dass ich nach dem Droggen in einem total hippen Café vorbeigehe und mir da ein Matschalatte to go hole.
00:32:05: Ich weiß, das klingt total nach Obahn im Hipster.
00:32:07: Bin ich auch ein bisschen geworden in den letzten Jahren, ich geb's zu.
00:32:10: Aber ich liebe es einfach.
00:32:12: Für mich ist es auch so ein Lifestyle und so ein Lebensgefühl wirklich, ja, joggen zu gehen und dann in dem coolen Café vorbei zu gehen, mir den tollen veganen Matcha Latte zu holen.
00:32:22: Ich liebe dieses Getränk einfach und das war wirklich so ein schöner Moment.
00:32:26: Was ist in dem Moment passiert?
00:32:28: Mein Gehirn hat diese neue Gewohnheit, das Joggen, was mir vielleicht am Anfang nicht ganz so viel Spaß gemacht hat, verknüpft mit diesem wundervollen Moment, wo ich mir diesen Matcherlatte hole und dann total gut gelaunt und mit frischer Energie durch die Stadt laufe.
00:32:43: Und da kannst du für dich mal schauen, was könnte es in deinem Fall sein?
00:32:48: Womit könntest du dich belohnen, sodass dein Gehirn die neue Gewohnheit mit diesem schönen Moment assoziiert?
00:32:56: Was ich auch gemacht habe ganz am Anfang, als ich das Atmen zur neuen Gewohnheit in meinem Leben gemacht habe vor vielen, vielen Jahren, war, dass ich direkt nach meiner Atempraxis fünf Minuten auf Instagram rumdatteln durfte sozusagen.
00:33:11: Das war meine Belohnung.
00:33:12: Instagram rumdatteln macht einfach Spaß in vielen Fällen.
00:33:16: kann man einfach nicht leugnen, mir hat es damals sehr großen Spaß gemacht.
00:33:20: Und ich habe mir vorgenommen, ich atme aber morgens zuerst, bevor ich an mein Handy gehe.
00:33:25: Und wenn ich geatmet habe, darf ich dafür aber fünf Minuten auf Instagram ganz zielos rumscrollen.
00:33:32: Und das war super, super motivierend.
00:33:34: Also ich habe mich immer schon auf diese Zeit auf Instagram gefreut, wenn ich mich hingesetzt habe, um meine Atemübungen zu machen.
00:33:41: Ist jetzt nicht das Beste sicherlich, was man machen kann, denn man will ja auch den Effekt der Atemübung ein bisschen aufrechterhalten.
00:33:48: Es hat mir aber nicht geschadet, diese neue Gewohnheit zu etablieren im Gegenteil.
00:33:52: Es war sogar unterstützend.
00:33:55: Was du auch machen kannst, ist Habit-Stacking.
00:33:58: Habit-Stacking bedeutet, dass du eine neue Gewohnheit mit einer bereits bestehenden Gewohnheit verbindest.
00:34:05: Als Beispiel, es ist deine Gewohnheit, jeden Morgen nach dem Aufstehen deine Zähne zu putzen und dann könntest du als Habit-Stacking das Zähne putzen mit der Atemübung verbinden.
00:34:16: Das heißt, du stehst auf, du putzt deine Zähne und dann machst du die Atemübung.
00:34:21: Da kannst du einfach mal schauen, welche bestehenden Gewohnheiten hast du bereits und alles im Leben ist Gewohnheit.
00:34:26: Alles, was wir machen, ist eine Gewohnheit.
00:34:28: Es führen wir gewohnheitsmäßig aus.
00:34:30: Also schreib dir gerne mal auf, welche Gewohnheiten bestehen bereits und schau dann, wie du die neue Gewohnheit sinnvoll an diese bereits bestehende Gewohnheit knüpfen kannst.
00:34:42: So, zum Abschluss nochmal super, super, super wichtig.
00:34:48: Mach es simpel.
00:34:50: Mach es simpel, umarme die Einfachheit und such nicht nach irgendetwas überstimulierendem, kompliziertem, übertriebenem, aufwendigen.
00:35:02: Es darf einfach sein.
00:35:03: Ich weiß, die Socials vermitteln ein anderes Bild und unsere Gesellschaft vermittelt ein anderes Bild, aber das ist Blödsinn.
00:35:10: Es ist wirklich Blödsinn.
00:35:11: So funktioniert es nicht.
00:35:12: Je einfacher die neue Gewohnheit ist, desto leichter wird es für dich sein, dran zu bleiben.
00:35:18: Und auch genau deswegen habe ich die Breathwork Challenge einfach gehalten.
00:35:23: Das sind nicht ein und dreißig unterschiedliche, total komplizierte Übungen.
00:35:28: Es sind einfache, aber höchst effektive und wirkungsvolle Übungen.
00:35:33: Das Gehirn liebt einfachheit.
00:35:34: Und so viele von euch haben mir das auch zurückgemeldet, dass sie es so sehr geschätzt haben, dass die Übungen gar nicht so lang sind und dass es sehr gut zugängliche Übungen sind, weil ich wünsche mir ja auch, dass die für alle zugänglich sind.
00:35:48: nicht, dass jemand ausgeschlossen ist, der zum Beispiel ein sehr dysreguliertes Nervensystem hat oder andere gesundheitliche Herausforderungen vor denen er oder sie gerade steht.
00:35:57: und egal welche Gewohnheit du anstrebst, mach es dir einfach, insbesondere am Anfang, das ist völlig okay.
00:36:04: Es ist völlig okay, glaube mir, wenn du zwei Monate am Stück jeden Tag nur deinen Atem beobachtest, Wirst du einen Effekt haben und du wirst eine neue Gewohnheit in deinem Leben haben, wenn du nur die Atmung beobachtest.
00:36:18: Das muss nicht erst zwanzig Minuten Kohärenzatmung, da noch fünfzehn Runden Wechselatmung und sieben Runden Kapalabati sein.
00:36:26: Nein, es darf einfach sein.
00:36:28: Umarme die Einfachheit.
00:36:30: Der Nervensystem wird's dir danken.
00:36:32: Das war jetzt viel Input.
00:36:34: Das waren jetzt vierzehn Inspirationen und Tipps.
00:36:37: Aber... Alle diese Tipps und Inspirationen habe ich selbst gelebt.
00:36:43: Ich habe das selbst gemacht bei allen neuen Gewohnheiten, die ich in den letzten Jahren in mein Leben integriert habe.
00:36:49: Und wie gesagt, ich habe große Veränderungen und sehr tiefgreifende Transformationen hinter mir.
00:36:56: Also mein Leben, zwanzig, sechsundzwanzig, hat nichts mehr mit meinem Leben, zweitausend, siebzehn zu tun oder zweitausendneunzehn.
00:37:03: Ich habe so viel umgesetzt und erreichte in meinem Leben.
00:37:07: Und das nicht, weil ich so unfassbar toll bin.
00:37:09: Noch mal, wir sind alle Menschen.
00:37:11: Wir haben alle dieselben Herausforderungen, glaub mir.
00:37:14: Sondern einfach nur, weil ich diese Tipps angewendet habe, weil ich das konsequent umgesetzt habe, weil ich es auch immer wieder verinnerlicht habe.
00:37:23: Also vielleicht waren auch Tipps dabei, die du schon kanntest.
00:37:26: Und auch hier, wenn du dachtest, ja das weiß ich ja schon.
00:37:30: Hörst dir nochmal an.
00:37:31: Wenn du es noch nicht internalisierst und umsetzt in deinem Leben, ist es noch nicht richtig in deinem System gelandet.
00:37:38: Hör dir die Folge vielleicht zwei, drei Mal an.
00:37:41: Arbeite mit ihr, mache dir Notizen dazu.
00:37:43: Schreibe es auf, also hier nochmal der Herzens-Tipp-Journaling.
00:37:47: Das empfehle ich ja auch zu Breathwork Challenge.
00:37:49: Kauf dir einen Journal dazu und mach dir Notizen.
00:37:52: Das müssen keine vier Seiten sein nach jeder Atemübung.
00:37:55: Zwei, drei, vier, fünf Sätze, die einfach aus dir rausfließen nach den Übungen, sind okay, sind Identity-Works, sind Persönlichkeitsentwicklung.
00:38:03: Das ist so eine tolle Methode wirklich, um deine Persönlichkeitsentwicklung, deine Veränderung zu unterstützen.
00:38:12: Ich hoffe, dass du aus der heutigen Podcastfolge Inspiration für dich mitnimmst und ich hoffe so sehr, dass die Folge dich dabei unterstützt, neue Gewohnheiten in deinem Leben umzusetzen.
00:38:23: Damit du einfach dein großes Ziel erreichst, damit du einfach das gesündeste und erfüllte und glücklichste Leben lebst, das du dir wünschst.
00:38:32: Und ich weiß, dass es so viele Menschen gibt, die sich ein anderes Leben wünschen, die wirklich tiefgreifend an ihrer Identität arbeiten möchten und ihre Identität wirklich formen möchten zu... etwas neuem zu etwas vielleicht jetzt passendarem, besserem.
00:38:49: Und es ist einfach für alle Menschen möglich.
00:38:51: Und da hoffe ich einfach so sehr, dass du aus dieser Podcastfolge Inspiration für dich mitnimmst.
00:38:56: Und wie immer, lass mich super gerne wissen, was du dir mitnimmst und wie es bei dir so läuft.
00:39:02: Und wenn du nicht mit in die Prepwork Challenge gestartet bist am ersten Januar, ist das überhaupt nicht schlimm.
00:39:08: Ich habe die Folgen so entwickelt, dass du wirklich zu jedem Zeitpunkt anfangen kannst.
00:39:15: Du kannst diese Challenge machen, wann du möchtest.
00:39:19: Das heißt, das ist nicht an irgendeinem Datum gebunden.
00:39:22: Ich nehme das auch nicht wieder runter vom Podcast, sondern das bleibt, sodass du wirklich dann anfangen kannst, wann du möchtest und wann es in dein Leben passt.
00:39:30: Und der beste Zeitpunkt zum Starten ist immer jetzt, das kann ich auf jeden Fall sagen.
00:39:35: Und ja, da freue ich mich einfach, wenn du dabei bist.
00:39:38: Und ja, wenn du einund dreißig Tage am Stück mit mir atest und glaube mir, der Nervensystem wird darauf reagieren, Dein Körper wird darauf reagieren.
00:39:46: Du wirst mit deinem ganzen Wesen darauf reagieren.
00:39:48: Du wirst es merken.
00:39:50: Und die Übungen sind super schön.
00:39:52: Das heißt, auch wenn du keine Lust hast, ein und dreißig Tage am Stück diese Challenge zu machen, vielleicht hast du ja auch schon eine andere Routine, dann kannst du die Übungen auch einfach so zwischendurch machen.
00:40:01: Das heißt, die bauen nicht unbedingt aufeinander auf, sondern man kann die Übungen auch einzeln machen.
00:40:08: Man muss sie nicht alle vier machen.
00:40:09: Das ist das Schöne an dieser Challenge.
00:40:13: Ich bedanke mich bei dir, dass du heute hier warst, dass wir Zeit miteinander verbracht haben, dass ich dich ein bisschen inspirieren durfte, mit dem, was ich hier heute zu teilen hatte.
00:40:23: Und ich freue mich total, von dir zu lesen auf Instagram per E-Mail oder wenn du den Podcast auf Spotify hörst unter der Podcastfolge in den Kommentaren.
00:40:32: Und natürlich freue ich mich, wenn wir beide nächsten Samstag hier wieder ein Date haben.
00:40:37: Hab es dahin eine schöne Zeit.
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